Vor
drei Wochen haben sie die Büsche neben der ungeteerten
Zufahrtsstrasse gerodet, das Holz in 40 cm lange Stücke zersägt und
neben dem Weg hingeworfen. Jetzt sammeln wir dieses Brennholz ein.
Sharon fährt den uralt-Picup und wir anderen werfen das Holz auf die
Ladebrücke. Jim und Sharon besitzen 16 ha Wald. Sie verkaufen kein
Holz. Ihr Grundsatz heisst: Es soll nichts weggeworfen werden auf
dieser Welt.
Das
Aufbeigen der Stäckli ist lustig: Sharon gibt uns hundert gute Tips,
wie sie geschichtet werden sollen. Sie selber überlegt bei jedem
einzelnen Hölzli. Ich lasse die Stäckli überlegen. Ich nehme
einfach einen Arm voll und lasse sie dann plumpsen. Am Abend sehe ich
der Beige nicht an, wo die Menschen und wo die Stäckli entschieden
haben. Ich bin kein perfekter Holzbeiger, aber ein schneller.
Der
sehr steile Abhang vor dem Haus muss gerodet werden, wegen der
Brandgefahr in den trockenen Sommermonaten. Jim fällt die Bäume und
ich rolle, schleife und werfe sie auf die Forstpiste hinunter. Dann
ist Jim der Motorsäger und ich bin sein Gehilfe. Am Abend will Jim
von mir wissen, ob alle schweizer Pensionisten so hart arbeiten. Ich
habe gerne ein paar Stunden lang gechrampft.
Die
Holzrugel liegen immer noch unten auf der Piste, denn heute regnet es
ununterbrochen. Wir sitzen gemütlich in der Stube, lesen, stöbern
im Internet und trinken Tee, Bier oder Wein. Am Vormittag waren wir
alle zusammen nächsten Laden Einkaufen gegangen, im 25 km entfernten
Gualalala. Das Schönste für mich war das Bier im leeren
Mexikanischen Restaurant gerade über der gewaltigen Brandung.
Trotz
dem kalten Regen ist es auf unserer Seite des Pazifik gemütlicher
als auf der anderen in Japan. Nach dem Tsunami explodieren dort
jetzt die Atommeiler. Bei uns gab es auch einen Evakuierungsalarm an der Küste, doch die kleine Tsunamiwelle hat hier zum Glück nur wenig Schaden angerichtet.
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