Dienstag, 8. März 2011

In Palo Alto

Am Dienstag abend in Palo Alto (8.3.2011, 20 Uhr)
Am Sonntag bin ich über Newark nach San Francisco geflogen. Um 10:30 Uhr starteten wir in Zürich,  etwa um 20:30 Uhr kam ich in SFO an. Mit 9 Stunden Zeitunterschied gibt das 19 Stunden. Bis Newark sass ich neben einer Frau aus Widnau. Auf dem 2. Teil des Fluges, über den Kontinent, wurde es langweiliger. Die Bodensicht war schlecht, und ich wurde müde. May Renzel holte mich auf dem Flughafen ab und brachte mich zu ihrem Haus in Palo Alto, etwa 1 Stunde weit weg.
Am Montag gingen wir einkaufen, Ich brauchte ein Paar Arbeits- und Wanderschuhe und ein amerikanisches Cellphone (Handy). Beides gabs im Walmart zu günstigen Preisen. Dann habe ich Paulino, dem mexikanischen Handwerker von May geholfen, die Gartensetine beim Eingang neu zu verlegen. Doch wir brachten das schöne Muster einfach nicht mehr zusammen, am Schluss sah es aber wieder schön symmetrisch aus, nur hatten wir einen Stein übrig. Aber das war gut, war uns doch ein Stein zerbrochen.

Heute war ich zu Fuss unterwegs: quer durch die Stadt (64000 EW) zur Universität Stanford. Diese ist schätzungsweise 10 km3 gross. Über den Palm Drive, eine vierspurige Allee mit mächtigen Palmen, kam ich zum Hauptgebäude. Dann nahm ich einen Gratisbus, der mich über vieleUmwege zum SLAC (Sanford Linear
Accelerator) brachte, einer Konkurrenz zum LHC des Cern in Genf. Beim Eingang verlangte die Polizei den Ausweis. Ich war Besucher, und meine ID genügte. Allerdings sehe ich da noch jünger aus als jetzt, war der Kommentar der Polizistin.
In der Nähe war gerade ein Kongress zu einem neuen Satelliten. Im Hintergrund sah ich ein Radioteleskop. Die wichtigen Teile diese Amerikanischen Forschungszentrums waren noch einmal abgesperrt, und da reichte meine ID nicht mehr.
Zurück ging ich dann zu Fuss, ich will ja etwas von Amerika sehen. Und was ich von dieser Eliteuniversität gesehen habe war schon beeindruckend: die Gebäude, die Pärke, die Sportanlagen, die südländischen Pflanzen, die vielen Studenten, einfach alles.
Durch downtown Palo Alto und über viele Strassen kam ich nach 6 Stunden wieder bei Mays Haus an. Meine erste Wanderung auf dieser Reise. Anschliessend machte ich mit May  die zweite Wanderung in die geschützten Sumpfgebiete am Bay. Hier kämpft May seit drei Jahren gegen den Bau eines neuartigen Kehrichtvergasungswerks im (in ihrem) Naturschutzgebiet. Hier haben sie schon Kehrichtdeponien, die Kläranlage und den städtischen Flugplatz gebaut.
Im verbliebenen Naturschutzgebiet ist es verboten, Drachen zu steigen lassen. Vor ein paar Jahren hat ein Kleinflugzeug einem Kind den Drachen weggerissen.
Morgen Abend nimmt mich May mit zu einem Hearing über das Kehrichtwerk. Heute Abend habe ich aussortiert, was ich bei May lassen will. Ich habe auch so noch genügend Gepäck für die Reise zu Jim und Sharon.

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